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IMS Gear fährt auf Sicht

Die schwächelnde Konjunktur macht sich auch bei IMS Gear bemerkbar: Das Unternehmen hat seinen Umsatz 2018 im Vergleich zum Vorjahr zwar um rund 3,5 Prozent auf 533 Millionen Euro gesteigert, das Wachstum fiel aber niedriger aus als ursprünglich geplant

Donaueschingen/Eisenbach/Trossingen/Villingen-Schwenningen – Die konjunkturelle Abkühlung im Automotive-Markt hat sich im Laufe des vergangenen Jahres auch bei IMS Gear mit rückläufigen Umsätzen in allen Regionen, über alle Produkte und Kunden bemerkbar gemacht, insbesondere im dritten und vierten Quartal. Nach rund 515 Millionen Euro im Vorjahr hat der international aufgestellte Zahnrad- und Getriebespezialist seinen Um­satz im Jahr 2018 zwar um rund 3,5 Prozent auf 533 Millionen Euro gesteigert, blieb damit aber hinter dem ursprünglich geplanten Umsatzanstieg von neun Prozent und dem angepeilten Jahresziel von 562 Millionen Euro zurück. Die Umsatzrendite vor Steuer lag 2018 bei rund 6,7 Prozent, das Investitionsvolumen betrug rund 107 Millionen Euro. IMS Gear hat im vergangenen Jahr rund 300 neue Stellen besetzt, weltweit waren bei dem Unternehmen zum Jahresende 2018 rund 3.700 Mitarbeiter beschäftigt. Diese Zahlen gaben die drei IMS Gear-Vorstände Dieter Lebzelter, Bernd Schilling und Wolfgang Weber jetzt bekannt.

„Weil davon auszugehen ist, dass die konjunkturellen Unsicherheiten sich auch in diesem Jahr fortsetzen werden, haben wir unsere Umsatzerwartungen  für alle Märkte  nach unten korrigiert. Wir rechnen aber auch für 2019 mit einem moderaten Umsatzwachstum, das sich im Vergleich zum Vorjahr im niedrigen einstelligen Prozentbereich bewegen wird. Anders ausgedrückt: Wir fahren auf Sicht“, gibt Dieter Lebzelter einen Ausblick auf die Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr. Im ersten Quartal 2019 habe sich, so Lebzelter weiter, der Umsatz auf dem Niveau des ersten Vorjahresquartals bewegt.

Auf die geänderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hat IMS Gear unter anderem kostenseitig reagiert. „Im Personalbereich äußert sich das beispielsweise dahingehend, dass wir die Leiharbeit zurückgefahren haben, unsere Schichtmodelle variabel an geänderte Auftragsvolumina anpassen, befristete Arbeitsverträge teilweise nicht verlängert und Arbeitszeitkonten abgeschmolzen werden“, erklärt Wolfgang Weber. Weitergehende Maßnahmen, die tarifvertraglich möglich wären, darunter Kurzarbeit, seien derzeit nicht geplant.

Auch wenn die konjunkturelle Abkühlung kurzfristig für eine Wachstumsdelle gesorgt hat, bleibt der Automotive-Bereich auch künftig der Markt, in dem sich das Unternehmen vorrangig bewegt. „Der weltweite Automobilmarkt steckt mitten in einem technologischen Umbruch der die gesamte Branche vom OEM bis zum Lieferanten betrifft. Gleichzeitig wird der Markt, mit veränderten Produkten und Geschäftsmodellen, in mittel- bis langfristiger Sicht weiter wachsen. Diese Perspektive bietet uns mit unseren Entwicklungs- und Fertigungskompetenzen sowie dem ausgewogenen Produktspektrum für die Zukunft weiterhin gute Wachstumsmöglichkeiten. Wir sind überzeugt davon, dass wir in diesem Bereich auch künftig erfolgreich agieren werden“, betonte Bernd Schilling.

Das Unternehmen

Mit seinen technischen Lösungen für Komponenten, Baugruppen und Getriebe, darunter elektrische Sitzverstellungen, Servolenkungen und Parkbremsen, ist IMS Gear eine feste Größe im Automobilsektor. Aus einem 1863 gegründeten Zulieferbetrieb für die Uhrenindustrie entwickelte sich im Laufe von 15 Jahrzehnten ein international aufgestellter Getriebespezialist und Komponentenlieferant für die Automobilindustrie mit heute weltweit rund 3.700 Mitarbeitern. International ist das Unternehmen mit Produktionsstandorten in Gainesville und Virginia Beach (USA), Querétaro (Mexiko) und Taicang (China) vertreten. Als Ausbildungsbetrieb setzt IMS Gear bei der Besetzung von Fach- und Führungspositionen auf Nachwuchs aus dem eigenen Haus. Im kaufmännischen und vor allem technischen Bereich bildet der international aufgestellte Zahnrad- und Getriebespezialist rund 200 junge Menschen in mehreren Ausbildungsberufen und Studiengängen aus. Teamwork schreibt IMS Gear auch an der Unternehmensspitze groß, die mit Dieter Lebzelter, Bernd Schilling und Wolfgang Weber mit drei gleichberechtigten Vorständen besetzt ist.

 

Anlagen:

2019-05-07 IMS Gear Vorstandsteam (JPG)
Bildtext: Der Zahnrad- und Getriebespezialist IMS Gear – im Bild die drei Vorstände Bernd Schilling, Dieter Lebzelter und Wolfgang Weber (von links) – hat seinen Umsatz im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr um rund 3,5 Prozent auf 533 Millionen Euro gesteigert. Bild: IMS Gear.

2019-05-07 IMS Gear Grafik Umsatz (PDF)

2019-05-07 IMS Gear Grafik Mitarbeiter (PDF)

2019-05-07 IMS Gear PI Bilanz Ausblick (DOCX)

2019-05-07 IMS Gear PI Bilanz Ausblick (PDF)