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Einen Blick auf die Ausgabenseite werfen

Steuerpolitik und Leiharbeit waren zwei Schwerpunktthemen, zu denen sich der SPD-Bundestagskandidat Jens Löw jetzt mit der Geschäftsführung und dem Betriebsrat des Zahnrad- und Getriebespezialisten IMS Gear austauschte

Donaueschingen/Eisenbach/Trossingen – Die derzeit von Teilen der Po­litik diskutierten Pläne für Steuererhöhungen seien dazu angetan, in letzter Konsequenz die Existenz von kleinen und mittelständischen Familienunter­nehmen, wie sie typisch sind für die Region Schwarzwald-Baar, zu gefähr­den, meinte Wolfgang Weber. Er empfahl den Blick von der Einnahmen- auf die Ausgabenseite zu lenken und zog einen Vergleich aus der Wirt­schaftswelt. „Industriebetriebe müssen sich im Qualitäts- und Preiswettbe­werb am Markt behaupten. Anders als der Staat im Steuerbereich können die Firmen nicht einfach an der Preisspirale drehen, sondern bemühen sich auf der Kostenseite um effiziente Strukturen. Warum also nicht auch bei Staatsausgaben genau hinschauen und prüfen, ob und an welcher Stelle vermeidbare Kosten entstehen?“, fragte Weber. Er persönlich setze beim Thema Steuern darauf, vorhandene Schlupflöcher zu schließen und „Steu­ersparmodelle“ auszumerzen, auf die – zumindest noch - insbesondere Großkonzerne in beträchtlichem Ausmaß zurückgreifen würden, umschrieb Jens Löw seine Position.

Leiharbeit komme bei IMS Gear nur in sehr begrenztem Umfang zum Tra­gen. Im Mittel bewege sich der Anteil von Leiharbeitern an der Belegschaft im Bereich von fünf Prozent, erläuterte IMS Gear-Betriebsrätin Elke Scher­zinger auf Nachfrage des SPD-Bundestagsabgeordneten. Im Verlauf der letzten drei Jahre habe das Unternehmen rund 200 der bei ihm tätigen Leiharbeiter in feste Beschäftigungsverhältnisse übernommen. „Leiharbeit ist für uns ein flexibles Instrument, um Auftragsspitzen oder – im umge­kehrten Fall – auch Schwankungen nach unten abzufedern, nicht mehr, aber auch nicht weniger“, erklärte Geschäftsführer Wolfgang Weber. Er sehe einerseits durchaus die Notwendigkeit, mit Instrumenten wie Leih- oder Kurzarbeit Flexibilität zu schaffen, meinte Jens Löw. Andererseits sehe er auch Reformbedarf, um den Missbrauch dieser Maßnahmen bes­ser ausschließen zu können, so der SPD-Politker.         

Er sei „extrem beeindruckt“ von der Kraft, die in Familienunternehmen, ge­rade in der Region Schwarzwald-Baar, stecke. „Den Kontakt zur Wirtschaft möchte ich auch über die anstehende Bundestagswahl hinaus verstärkt su­chen und ausbauen“, betonte der SPD-Bundestagskandidat bei einem Rundgang durch die Labor- und Produktionsräume im IMS Gear-Technik­zentrum Do­naueschingen.   

Anlagen:

Foto 2013-08-23_IMS_Gear_1 (JPG)
Bildtext: SPD-Bundestags-kandidat Jens Löw (Mitte) bei der Betriebsbesichtigung mit den IMS Gear-Geschäftsführern Dieter Lebzelter (links), Bernd Schilling (2. V. links) und Wolfgang Weber sowie Betriebsrätin Elke Scherzinger. Bild: IMS Gear

IMS_Gear_PI_2013-08-23 (DOCX)

IMS_Gear_PI_2013-08-23 (PDF)