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Wirtschaftsgymnasiasten untersuchen Fachkräftemarkt in China und USA

Mit Praxisthemen aus dem internationalen Personalmanagement setzten sich jetzt sieben Schülerinnen und Schüler im Zuge einer Kooperation zwischen dem Wirtschaftsgymnasium Donaueschingen und IMS Gear auseinander

Donaueschingen/Eisenbach/Trossingen – Eine praxisnahe Bewährungsprobe souverän bestanden haben jetzt sieben Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe zwölf des Wirtschaftsgymnasiums an den Kaufmännischen und Hauswirtschaftlichen Schulen (KHS) Donaueschingen. Im Rahmen einer Kooperation zwischen der Schule und dem Zahnrad- und Getriebespezialisten IMS Gear bearbeiteten sie, aufgeteilt in zwei Projektgruppen, praktische Aufgabenstellungen aus dem Bereich internationales Personalmanagement – und die hatten es durchaus in sich.

Ein Team widmete sich der Frage, ob und wie sich deutsche Fachkräfte, bevorzugt mit einem technischen Hintergrund, in China finden lassen und auf welchen Rekrutierungskanälen man diese spezielle Zielgruppe ansprechen kann. Eine weitere Arbeitsgruppe rückte den amerikanischen Fachkräftemarkt für technische Berufe in den Fokus. Gibt es in den Vereinigten Staaten Berufsbilder, die den deutschen Ausbildungsberufen Industriemechaniker, Mechatroniker und Verfahrensmechaniker zumindest nahe kommen und welches sind die richtigen Schlagworte, um diesen Fachkräfte-Pool treffgenau anzusprechen, lautete dabei die Leitfrage. Die Ergebnisse ihrer Projektarbeiten mussten die Schülerteams auf Englisch präsentieren.

Unternehmensseitig betreut wurden die beiden Projektteams von Philippe de Surmont. Der Projektleiter ist bei IMS Gear für den Bereich „International Human Resources“ zuständig und zeigte sich sehr angetan von den Leistungen. „Beide Schülerteams sind ihre jeweilige Aufgabenstellung sehr überlegt und strukturiert angegangen. Sie haben Durchhaltevermögen bewiesen und auch dem zeitlichen Druck standgehalten. Die Ergebnisse werden wir in die Unternehmenspraxis einfließen lassen“, erklärte de Surmont. Die Schülerteams hätten teilweise Aspekte aufgegriffen, die selbst Profis nicht unbedingt auf dem Schirm gehabt hätten: „Das gilt beispielsweise in besonderem Maße für die Ansprache lokaler deutscher Gemeinschaften in China. In diesem Bereich haben die Schülerinnen Möglichkeiten aufgezeigt, die selbst für uns neu waren.“   

„So eine Aufgabe direkt aus einem Unternehmen heraus türmt sich anfangs wie ein Berg vor einem auf. Aber sie ist auch ungemein spannend. Deshalb haben wir uns nicht bange machen lassen, sondern sind die Sache im Team angegangen“, meinen mit Kim Berger und Annika Weißer zwei der Schülerinnen nicht ganz ohne berechtigten Stolz auf die Ergebnisse der beiden Projektarbeiten.

„Wir freuen uns sehr, dass IMS Gear und andere Firmen aus der Region Kooperationen mit uns eingegangen sind. Die Bearbeitung von unternehmenspraktischen Fragestellungen ergänzt das im Unterricht vermittelte Wissen ganz hervorragend“, betonte Stefan Bader, Fachlehrer für Internationale Wirtschaft an der KHS.

Die Schule

Die sieben Schülerinnen und Schüler haben am Wirtschaftsgymnasium die Vertiefungsrichtung „Internationale Wirtschaft“ gewählt und sind auf dem Weg zu einem internationalen Abitur. Englisch ist die Arbeitssprache in einem Großteil der Unterrichtsfächer Betriebswirtschaft (BWL) und Volkswirtschaft (VWL). Noch höhere Englisch-Anteile weisen zwei weitere, besonders projektorientierte Fächer auf: „Economic Studies“ vertieft Außenhandel, Nachhaltigkeit und praktische Fallstudien. „Global Studies“ behandelt kulturelle, gesellschaftliche, geographische und ökologische Zusammenhänge.

Das Unternehmen

Der international aufgestellte Zahnrad- und Getriebespezialist IMS Gear produziert kundennah an seinen Standorten in Deutschland, den USA, Mexiko und China. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 3.000 Mitarbeiter, davon rund 1.950 an seinen deutschen Standorten in Donaueschingen, Eisenbach und Trossingen. Als Ausbildungsbetrieb setzt IMS Gear bei der Besetzung von Fach- und Führungspositionen auf Nachwuchs aus dem eigenen Haus. Im kaufmännischen und vor allem technischen Bereich bildet das Unternehmen rund 150 junge Menschen in mehreren Ausbildungsberufen und Studiengängen aus.

 

Anlagen:

2017-03-31_IMS_Gear_Wirtschaftsgymnasium (JPG)
Bildtext: Sie haben ihre praktische Bewährungsprobe souverän gemeistert (vordere Reihe von links): Jessica Demel, Kim Berger, Mona Reich sowie (zweite Reihe von links) Ida Reichstein, Annika Weißer, Lisa Würth und Patrick Wahler. Von den Leistungen der Schülerteams angetan zeigen sich die beiden Lehrer Stefan Bader (hinten, links) und Walter Wöhrlin (hinten, Mitte) sowie die beiden Personalfachleute Melanie Brückmann (vorne, rechts) und Philippe de Surmont (hinten, rechts)von IMS Gear. Bild: IMS Gear

2017-03-31_IMS_Gear_PI_Wirtschaftsgymnasium (DOCX)

2017-03-31_IMS_Gear_PI_Wirtschaftsgymnasium (PDF)