02.07.2020

Politik und Wirtschaft im Dialog

 

Im Gespräch mit dem Vorstandsteam von IMS Gear erörterten jetzt die beiden CDU-Bundestagsabgeordneten Thorsten Frei und Felix Schreiner die aktuelle Lage in der Automotive-Branche

 

Donaueschingen/Villingen-Schwenningen/Waldshut-Tiengen/Eisenbach/Trossingen – Die Automotive-Branche befand sich schon vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie in einer Phase der konjunkturellen Abkühlung. „Dieser Negativtrend macht sich bereits seit rund zwei Jahren bemerkbar. Er gründet im Wesentlichen auf Handelskonflikten und dem technologischen Wandel, dem die Automobilbranche unterworfen ist und der sich an den Schlagworten Elektrifizierung, automatisiertes Fahren und digitale Vernetzung festmachen lässt“, erklärte IMS Gear-Vorstand Bernd Schilling.

„Neben viel Sensorik und Rechnerleistung erfordert automatisiertes Fahren auch intelligente mechatronische Antriebe und Komponenten, um die Fahrzeuge zuverlässig beschleunigen, bremsen und lenken zu können. Unser Anteil daran sind mechanische Getriebe und Antriebskomponenten im Bereich Lenken und Bremsen, darunter Parkbremsen und Komponenten für elektromechanische Servolenkungen. Zudem nimmt der Ausstattungsgrad der Fahrzeuge mit so genannten Komfortfeatures – das sind elektrische Verstellungen, um beispielsweise Sitz, Lenkrad oder Spiegel auf die Körpermaße des Fahrers einzustellen – zu. Und genau diese elektrischen Verstellantriebe entwickeln und produziert IMS Gear. Wir sind also, was unsere Produktpalette anbelangt, weitestgehend unabhängig davon, ob ein Fahrzeug von Verbrennungsmotoren, per Hybrid-Technik oder rein elektrisch angetrieben wird. Dennoch macht sich die generelle Abkühlung im Automotive-Markt auch bei uns als Wachstumsbremse bemerkbar“, ging Bernd Schilling auf Nachfrage von Felix Schreiner näher auf das Produktportfolio von IMS Gear und den wesentlichen Grund für den Umsatzeinbruch im vergangenen Jahr ein.

„Den Umsatzeinbruch im vergangenen Jahr konnten wir mit einem Kostenprogramm teilweise kompensieren. Für das Jahr 2020 sind wir dann vorsichtig optimistisch von einem im Vergleich zum Vorjahr leicht gesteigerten Umsatzwachstum ausgegangen. Die Corona-Pandemie hat aber auch uns mit voller Wucht getroffen. Die Umsätze sind erneut stark eingebrochen, weshalb wir neben anderen kostensenkenden Maßnahmen Kurzarbeit eingeführt haben und um einen Stellenabbau nicht herumkommen, um unser Unternehmen dauerhaft zu sichern“, skizzierte IMS Gear-Vorstand Dieter Lebzelter die aktuelle Situation bei dem Spezialisten für Zahnrad- und Getriebetechnik.

Er denke nicht, dass eine Prämie, die neben Elektro- und Hybridfahrzeugen auch Neufahrzeuge mit Verbrennungsmotor eingeschlossen hätte, wesentliche Wirkung auf den Automobilmarkt gehabt hätte. Die aktuelle Situation sei eine andere als bei der Finanz- und Wirtschaftskrise 2007/2008, die Corona-Krise bringe große Unsicherheit, gerade auch bei den Endverbrauchern, mit sich, meinte Lebzelter auf eine Frage von Thorsten Frei, der die Automotive-Branche als „Leitbranche für die Region Schwarzwald-Baar“ bezeichnete.

„Nein“, bekräftigte IMS Gear-Vorstand Wolfgang Weber auf eine Befürchtung hin, die Felix Schreiner zum Ausdruck gebracht hatte, „trotz der schweren Einschnitte, die wir vornehmen müssen, werden wir nicht an unseren Standorten Donaueschingen, Eisenbach, Trossingen und Villingen-Schwenningen rütteln.“ Das sei, betonten die beiden Bundestagsabgeordneten Frei und Schreiner, eine Botschaft, die sie gerne weitertragen.

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